Wappen GroningenProvinz Groningen, Geografie und Geschichte

 

Die Stadt Groningen ist vom Ursprung sächsisch und die Provinz Ommeland hauptsächlich friesisch als gleichwertiger Anteil dieses Landesteil. Es wurde auch Stadt und Umland genannt. Die Bevölkerungsanzahl ist nicht groß (An 4. Steller der Provinzen nach Drenthe, Friesland und Zeeland) und hat nur 251 Einwohner pro km².

Bis in die 15. Jahrhundert war diese Gegend zum größten Teil friesisch..

Bis heute ist die Sprache im größten Teil des Ommeland ein niedersächsischer Dialekt.

 

Geografisch grenzt die Provinz im Norden an das Wattenmeer (Waddenzee) und im Nordosten an das Delta der Ems (Eems) und Dollart (Dollard).Im Osten an die Grenze zu Friesland und Niedersachsen, südlich an die Provinz Drenthe und westlich wieder an die Grenze von Friesland.

Die relativ kleine Provinz Groningen hat jedoch eine große Vielfalt an Landschaft.

Die Provinzgrenzen würden in dieses Landesteil definitiv festgestellt im Jahre 1724 mit Friesland, 1817 bis 1822 mit Drenthe und die Reichsgrenze mit dem Königreich Hannover 1824. Die Einzelheiten über die Wasser-Grenze an Ems und Dollard sind bisher immer noch nicht festgelegt zwischen Deutschland und Groningen damals und auch nicht später mit den Niederlanden. Die letzte Versammlung dazu fand 1960 statt und auch da wurde man sich nicht einig wo die Grenze im Wasser tatsächlich verläuft. Die Provinzgrenzen sind erst spät entstanden weil der größte Teil aus Moor besteht und erst spät kultiviert wurde.

In dieser Umgebung ist das hervorstechende Merkmal die großen Herrenhäuser der Herrenbauern und viele kleine Arbeiterwohnungen.

Im westlichen Gebiet der Provinz (Slochteren, Duurswold und Fivlingo) besteht ein unterirdisches großes Erdgasfeld – auch Gasbubbel genannt, Der verminderte unterirdische Druck durch die Gasgewinnung hat auch Spuren hinterlassen. Das „Maifeld“ sinkt ab und es passieren auch regelmäßig nicht natürliche Erdbeben.

Im Südosten waren die Groninger Moorkolonien ursprünglich ein Hochmoor Gebiet die ab dem 17. Jahrhundert durch Torfstechen entwässert und kultiviert wurden. Aus dieser Zeit stammt auch das Anlegen von Kanälen, die aus der Luft eine mathematisch berechnete Ansicht des Landes ergeben. Diese Kanäle dienten hauptsächlich dazu den gestochenen Torf ab zu transportieren. Zum größten Teil wird das trocken gelegte Land für den Anbau von Kartoffeln für die Kartoffelmehl Industrie verwendet.

Die Umgebung östlich von Westerwolde ist ein Sandgebiet. Hier liegt auch der höchste Punkt von Groningen (de Hasseberg) mit Wald und kleinen Flüssen. Der größte Teil dieser Landschaft liegt jedoch in der Provinz Drenthe.

Auch der südliche Teil des Westens ist Sandgebiet und ist ein Ausläufer des Hundsrück (Hondsrug) mit einer Landschaft, wie in den friesischen Waldgebieten.

Die älteste Kulturlandschaft im Norden hat als Merkmal die Wierden – auch Terpen genannt. Es sind künstliche Sandhügel die auch bei Hochwasser nicht überschwemmt werden. Auf dem trocken bleibenden Teil ist der Bauernhof und dient den Tieren. Ebenso findet man da auch Bäume und Pflanzen die nicht auf nassem Untergrund wachsen.

Diese Gegend gehört zu den ältesten Kulturlandschaften der Niederlande. Entstanden sind sie Wierden durch Landgewinnung aus dem Meer, später auch durch die Sicherung vor dem Wasser durch Deiche. Ganz typisch sind die kleinen Kirchen, die dort vorherrschen, mit einem eigenen Baustil (Romano-Gotik). Die gibt es eigentlich nur in den Provinzen Groningen und Friesland.

Die wichtigsten Kanäle in der Provinz sind das Reitdiep, Van Starkenborghkanaal, Eemskanaal, Stadskanaal und das Winschoterdiep. Der Fluss Reitdiep ist ein Zusammenfluss der Drentsche Aa und der Hunze, weiter der Oude Lauwers und Westerwolde Aa.

Zu der Provinz gehören auch die 3 nicht bewohnte Watteninseln: Rottumeroog, Rottumerplaat und Zuiderduins. Zu diesen Inseln werden auch Gruppenwanderungen bei Niedrigwasser organisiert. .

Die Bewohner gehen mindestens bis in die Steinzeit zurück. Ein Hunnebed (Hünengrab) an der Provinzgrenze mit Drenthe (Noord Laren) aber auch in der Nähe von Delfzijl deutet darauf hin, dass wahrscheinlich Menschen die diese Hunebedden (Hünengräber) gebaut haben vom Meer aus das Land besiedelt haben.

 

Die Stadt Groningen

Sie ist ursprünglich im Sandgebiet des Hundsrück entstanden. Die Geschichte der Provinz und die Geschichte der Stadt sind zum größten Teil identisch. Die Stadt hat im Laufe der Jahre immer mehr Einfluss über das Umland (Ommelande) bekommen. Dies war im Laufe der Zeit sehr lange eine Einheit mit West-Friesland und Ost-Friesland. Die älteste Beurkundung der Stadt Groningen stammt aus dem Jahre 1040. Die Stadt war zu dieser Zeit und der Verwaltung des Bischof von Utrecht. Es besteht die Annahme, dass die Stadt ursprünglich ein Drenths Dorf war. Damals hatte die Stadt auch viele friesische Einwohner. Sie lag lange in Konkurrenz mit Appingendam wurde aber letztlich dominant und hatte auf ihrem Höhepunkt im 15. Jahrhundert auch Einfluss auf die Provinz Friesland.

Damals wurde auch die Sprache der Stadt durch die Provinz übernommen. Jedoch blieb in der Sprache auch ein Anzahl friesischer Ausdrücke. In der Zeit der Batavischen Republik sprach man von Groningen als Stadt und Land, als Folge der Herrschaft der Stadt über große Teile der Provinz. Auch erhielt der Bischof von Groningen in der Stadt seinen Sitz.

Nach der französischen (napoleonischen) Zeit änderte sich das Verwaltungsrecht. Die Provinz wurde etabliert und das Sonderrecht der Stadt gestrichen. Doch behielt sie noch Teile von den Oldambt, Westerwolde und die Moorkolonien. Dies wurde dann Ende des 20. Jahrhundert auch beendet.

Martini Turm mit Kirche

Bis 1594 war die Stadt Teil der Grafschaft Drenthe. Zur Ausführung der 400-Jahrfeier der Stadt 1994 wurden Stadt und Ommelanden vereinigt.

Die Merkmale der Stadt sind der (Olle Grieze) Martiniturm und die Martinikirche sowie in der Nähe das Rathaus und Provinzhaus. Auch sieht man in der Altstadt viele große Herrenhäuser, stammend aus der Zeit als Groningen vor allem Handels mit Skandinavien betrieb. Damals war Amsterdam Nr. 1, Rotterdam Nr. 2 und Groningen Nr. 3 der Hansestädte unseres Landes. Dazu gibt es in der Stadt viele Kanäle und Brücken.

Flagge GroningenDie Fahne ist eingeteilt in 4 Quadranten - 2 Rot und 2 Blau - mit einem grünen Kreuz wie man es auch in der skandinavischen Fahne findet, nur ist das genau in der Mitte.

Heute ist die Stadt Groningen nicht nur ein Handelszentrum von Bedeutung und das hat sich in den letzten Jahren sehr gesteigert vor allem wegen der guten Verbindungen, aber auch dem Ems Hafen usw. Sie ist auch eine Universitätsstadt mit vielen Studenten und die fahren viel mit dem Fahrrad. Das ist auch offensichtlich in den Verkehrsarmen der Innenstadt. Fußgänger müssen gut aufpassen wegen dieser Horden. Die Stadt Groningen hat mit der Universität circa 200250 Einwohner.

Das öffentliche Verkehr (Stads en streek bus) hat ein großes Netz, auch in die umliegenden Dörfer.

Der zentrale Busbahnhof ist am Bahnhofsplatz Groningen Hoofdstation → (Hauptbahnhof) und der ist ebenfalls interessant wegen der Beschilderungen in der Haupthalle und der alte Zustand ist auch nach Renovierung erhalten.

National Modelleisenbahn MuseumDie NS Eisenbahn Hauptlinie nach Groningen endet dort. Regional ist Arriva Niederlande tätig (Deutsche Bahn Tochter) und hat den größten Teil des Eisenbahnnetzes in der Provinz Friesland, Drenthe und Groningen zu bewältigen. Staedler Triebwagen mit Oberleitung findet man in Drenthe, während Friesland und Groningen mit Dieseltriebwagen fährt (Spurt).In den nächsten Jahren werden auch dort Oberleitungen auf verschiedene Linien geplant.

Auto Fahrer haben in Groningen Altstadt ein Problem.
Parken in Groningen Stadtzentrum ist fast unmöglich, nur einige Parkhäuser, aber gegen eine Tages Gebühr von 17 bis 27 Euro pro Tag.
Eine Stunde beliebige Fahrt mit dem öffentlichen Stadtverkehr Qbuzz (Stadsbus) mit umsteige Möglichkeit kostet nur 2 Euro.

Die Sprache ist vielfaltig, Grönigs und Niederländisch, aber wegen der Nachbarn auch viel Deutsch.
Durch den Einfluss der Universität auch English, Die Studenten benutzen das neben Niederländisch als Hauptsprache.